Studierende präsentieren Ergebnisse zur Starkregenvorsorge in Mühltal
Mit welchen konkreten Maßnahmen können Eigentümerinnen und Eigentümer gefährdeter Immobilien für Starkregenereignisse vorsorgen? Um diese Frage geht es bei einer Bürgerinformationsversammlung, die am Donnerstag, 19. Februar 2026, um 18:00 Uhr im Gemeinschaftshaus Frankenhausen stattfindet.
Im Mittelpunkt stehen dabei Vorsorge- und Maßnahmenkonzepte für ausgewählte Bereiche in Waschenbach, Frankenhausen sowie für einen weiteren Hotspot in Nieder-Ramstadt. Die Konzepte sind Ergebnis eines Pilotprojekts, das die Gemeinde Mühltal gemeinsam mit der Hochschule Darmstadt und mit Unterstützung der Initiative „Klimaregion Modau 45“ umgesetzt hat.
Starkregenereignisse treten von Natur aus auf, werden durch den Klimawandel jedoch häufiger und intensiver. Um mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen und gezielte Maßnahmen der Klimaanpassung zu entwickeln, hatte die Gemeindeverwaltung im vergangenen Jahr Starkregengefahrenkarten veröffentlicht. Diese sind für alle Bürgerinnen und Bürger auf der Website der Gemeinde einsehbar.
Auf dieser Grundlage startete das Pilotprojekt für Waschenbach und Frankenhausen. Studierende der Studiengänge Umweltingenieurwesen und Public Management analysierten die Situation vor Ort, führten Begehungen durch und identifizierten Bereiche, in denen Starkregen besonders große Schäden verursachen kann. Für diese sogenannten Hotspots entwickelten sie konkrete Maßnahmenkonzepte zur Gefahrenabwehr.
Die Ergebnisse werden im Rahmen der Bürgerinformationsversammlung vorgestellt. Ziel ist es, die Analysen transparent zu machen, mögliche Handlungsoptionen aufzuzeigen und mit den Bürgerinnen und Bürgern über Erfahrungen, Fragen und weiteren Vorsorgebedarf ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bürgermeister Niels Starke betont: „Mir ist wichtig, dass wir die Menschen vor Ort frühzeitig einbinden und uns schon heute mit der Frage beschäftigen, was uns morgen erwarten könnte. Dank unserer starken Partner haben wir in Mühltal das Glück, uns gezielter vorbereiten zu können als viele andere Kommunen. Ich lade alle Interessierten herzlich ein, diesen Wissensvorsprung anzunehmen und für sich zu nutzen.“
