Vier Lämmer für Nieder-Beerbach: Nachwuchs im Naturkindergarte
Freudige Aufregung im Naturkindergarten Nieder-Beerbach: Beide Mutterschafe haben in den letzten Wochen gesunden Nachwuchs zur Welt gebracht. Insgesamt vier Lämmer sorgen nun für lebendiges Treiben im Kindergarten.
Den Anfang machte Mutterschaf Emmi am 30. Januar. Die Geburt der Zwillinge Selma und Schecki verlief ohne große Komplikationen und wurde von Waldpädagogin Claudi Frank-Schmidt und einem Vorschulkind begleitet. Zuerst wurde Schecki durch aktive Geburtshilfe geboren – ein geflecktes männliches Lamm. Kurz darauf erblickte seine braune Schwester Selma vor den Augen der Kinder das Licht der Welt. Für die Kinder war dieses Erlebnis etwas ganz Besonderes: Sie konnten aus nächster Nähe miterleben, wie neues Leben entsteht.
Wenige Tage später gab es erneut Nachwuchs im Naturkindergarten: Auch Mutterschaf Lotti brachte zwei gesunde Lämmchen zur Welt. Das schwarze Mädchen trägt den Namen „Lumi“ – finnisch für Schnee –, das schwarze Böckchen heißt „Onni“, was übersetzt „Glück“ bedeutet.
Im Naturkindergarten leben derzeit zwei Mutterschafe und eine Ziege, die fest in den pädagogischen Alltag eingebunden sind. Auch nach der Geburt übernehmen die Kinder Verantwortung: In den kommenden Wochen werden sie sich gemeinsam mit den Naturpädagoginnen und Naturpädagogen liebevoll um die beiden Lämmer kümmern. Viele Streicheleinheiten sind dabei natürlich inklusive.
Während Selma und Lumi bestenfalls im Naturkindergarten bleiben werden, ziehen Schecki und Onni in einigen Monaten zu einer anderen Herde um. Bis dahin genießen sie ebenso wie ihre Schwestern die Fürsorge der Kinder und das geschützte Umfeld des Naturkindergartens.
Der Nachwuchs sorgt nicht nur für Begeisterung bei den Kindern, sondern macht Tierwohl und Verantwortung auf ganz unmittelbare Weise erlebbar. Bürgermeister Niels Starke betont: „Dass Kinder den Lauf der Natur in Nieder-Beerbach so unmittelbar erleben können, ist keine Selbstverständlichkeit und nur dank persönlichem Einsatz des Personals vor Ort möglich. Deshalb freut mich dieses Engagement und der Nachwuchs umso mehr.“
