Brücke nach Ruckelshausen muss abgerissen und neu gebaut werden – Zufahrt zum Gewerbegebiet bleibt gesichert | Gemeinde Mühltal

Brücke nach Ruckelshausen muss abgerissen und neu gebaut werden – Zufahrt zum Gewerbegebiet bleibt gesichert


Auf Empfehlung des Statikers bleibt die bestehende Ampelregelung mit Schrittgeschwindigkeit und wechselseitigem Verkehr bis zum Abriss bestehen. Die Gemeindeverwaltung hatte diese Maßnahme installiert, damit nur noch jeweils ein Fahrzeug über die Brücke fährt und so Belastung und Schwingung reduziert werden. „Für uns hat es höchste Priorität, die Anbindung an Ruckelshausen jederzeit sicherzustellen“, erklärt Bürgermeister Niels Starke.

Das Bauwerk muss durch einen Neubau ersetzt werden. Die Kosten belaufen sich ersten Schätzungen zufolge auf rund 2 Millionen Euro. Ursprünglich waren im Doppelhaushalt 80.000 Euro für 2025 und 350.000 Euro für 2026 für eine Deckensanierung vorgesehen. Das Gutachten macht nun jedoch eine vollständige Erneuerung und überplanmäßige Ausgabe erforderlich.

Die Weichen für die vorübergehende Ersatzbrücke und den Neubau werden derzeit gestellt. Das Projekt geht nun in die detaillierte Planung und Ausschreibungsphase. Noch im Herbst dieses Jahres könnte mit dem Bau einer Behelfsbrücke direkt neben dem bestehenden Bauwerk begonnen werden. Diese wird während der Abriss- und Neubauphase den Verkehr aufnehmen und die Erreichbarkeit sichern. Für die Errichtung dieser muss die Modau im betroffenen Bereich temporär verrohrt und mit Kies aufgefüllt werden. Vereinzelnd müssen hier leider Bäume gefällt werden. „Wenn Baumfällungen bei einer Baumaßnahme notwendig sind, werden diese in Mühltal nachhaltig in doppelter Anzahl neugepflanzt“, erklärt der Bürgermeister weiter. Die Fertigstellung der neuen Brücke ist für 2027 geplant

Die Brücke nach Ruckelshausen stammt aus den frühen 1960er Jahren und ist ein zentraler Zugang zum Gewerbegebiet. Die Bauwerksprüfung hatte neben Schäden am Belag ergeben, dass der verbaute Stahl den heutigen Verkehrsbelastungen nicht mehr in vollem Umfang gerecht wird. Die Entscheidung für die rund 100.000 € teure Behelfsbrücke ist die wirtschaftlichste Lösung. Die Zuwegung über die Nieder-Beerbacher-Straße entlang der Feuerwehr wurde aus verkehrs- und sicherheitstechnischen Gründen genauestens geprüft und verworfen.

Die Gemeinde wird über die weiteren Entwicklungen informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen und bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die Maßnahmen.