Wasser ist kostbar – auch bei uns in Mühltal
Trinkwasser ist für uns so selbstverständlich wie Strom aus der Steckdose, dabei ist Wasser die Grundlage allen Lebens. Doch die letzten Jahre in Mühltal zeigen, dass Trockenheit und Hitze keine Seltenheit mehr sind und unser Wasserhaushalt zunehmend unter Druck gerät. Gerade weil sich unsere Gemeinde zu großen Teilen aus eigenen Quellen versorgt, sind wir direkt betroffen. Der natürliche Wasserkreislauf gerät aus dem Gleichgewicht. Wenn weniger Regen fällt, kann der Boden weniger Wasser aufnehmen. Versiegelte Flächen verschärfen dieses Problem zusätzlich. Gleichzeitig verdunstet bei hohen Temperaturen mehr Wasser. Die Folgen sind, dass der Grundwasserspiegel sinkt, Quellen weniger Wasser führen und die Versorgung schwieriger wird.
Dadurch kann für Haushalte das Wasser knapper und teurer werden, Landwirtschaft und Gärten leiden unter Trockenstress, Erträge gehen zurück und Lebensmittelpreise können steigen. Wälder werden anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Auch Bäche und Feuchtgebiete trocknen aus, wodurch wertvolle Lebensräume verloren gehen. Wird Wasser zusätzlich verschmutzt – etwa durch Schadstoffe oder Nährstoffeinträge – verschärft sich die Situation weiter, da es aufwendig aufbereitet werden muss oder gar nicht mehr nutzbar ist. Je tiefer das Grundwasser liegt, desto energieintensiver wird die Förderung. In sehr trockenen Jahren kann es zudem notwendig werden, die Wasserentnahme einzuschränken oder Prioritäten zu setzen.
Umso wichtiger ist es, den Wasserhaushalt aktiv zu schützen. Dazu gehört, Regenwasser besser vor Ort zu halten, Versickerung zu ermöglichen und Böden als natürliche Speicher zu stärken. Auch naturnahe Gärten, weniger Versiegelung und eine angepasste Bepflanzung tragen dazu bei, Wasser in der Landschaft zu halten. Einige einfache und wirkungsvolle Maßnahmen sind:
- Wassersparende Duschköpfe nutzen.
- Waschmaschine und Geschirrspüler nur voll beladen laufen lassen.
- Wasser nicht unnötig laufen lassen, etwa beim Zähneputzen oder Abspülen.
- Regenwasser sammeln und nutzen.
- Am besten morgens oder abends gießen und möglichst bodennah.
- Seltener, aber durchdringend gießen, damit Pflanzen tief wurzeln.
- Auf trockenheitsverträgliche und heimische Pflanzen setzen.
- Lebensmittel möglichst regional, saisonal und aus ökologischem Anbau kaufen.
Denn auch wenn Mühltal derzeit keine akute Wasserknappheit erlebt, zeigt sich, dass unser Umgang mit Wasser heute darüber entscheidet, wie sicher und nachhaltig unsere Versorgung in Zukunft bleibt.
Kontakt: klima@muehltal.de oder 06151 – 14 17-171
Informationen unter www.muehltal.de => Klima und Umwelt
