Meilenstein für den Brandschutz: Gerätehaus in Nieder-Beerbach feierlich eingeweiht
Nun war es endlich so weit: Mit der feierlichen Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Nieder-Beerbach konnte eines der größten Bauprojekte der Gemeinde Mühltal der vergangenen Jahre offiziell abgeschlossen werden. Das moderne Gebäude schafft beste Voraussetzungen für die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr und ist zugleich ein starkes Zeichen für die Wertschätzung des Ehrenamts in Mühltal. Zudem bietet das Gebäude im Souterrain-Bereich der Tennisgemeinschaft Nieder-Beerbach ein neues Zuhause mit zwei neuen Tennisplätzen.
Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Feuerwehr sowie den am Bau beteiligten Planungsbüros und Unternehmen waren zur Eröffnungsfeier gekommen, um diesen besonderen Meilenstein gemeinsam zu feiern. Politik und Verwaltung hatten die Weichen für das Projekt gestellt, während rund zehn Architektur- und Ingenieurbüros, etwa 40 Fachplaner und Ingenieure, 25 Gewerke sowie rund 250 Handwerker das neue Feuerwehrhaus planten und errichteten. „So ein Projekt feierlich zu eröffnen, das macht man in seiner ersten Amtszeit nicht so oft“, freut sich Bürgermeister Niels Starke. „Es war eine Gemeinschaftsaufgabe, über die sich hunderte Köpfe Gedanken gemacht haben und das schon seit einer ganz schön langen Zeit.“
Die Planungen für das neue Feuerwehrhaus begannen bereits im Jahr 2019. Auf dem Weg zur Fertigstellung mussten zahlreiche Herausforderungen gemeistert werden: unter anderem ein Standortwechsel, schwierige Baugrundverhältnisse, die anspruchsvolle Gelände- und Bodenbeschaffenheit, umfangreiche Abstimmungen mit Hessen Mobil zur geplanten Radwegeanbindung sowie Preissteigerungen im Bausektor. Am Ende konnte das Projekt dennoch erfolgreich umgesetzt und innerhalb der zuletzt berechneten Kosten fertiggestellt werden. „Wir haben alle Herausforderungen gemeinsam gemeistert. Und das erfüllt mich mit Stolz“, erklärt Starke. „Ein besonderer Dank gilt auch meinem Team aus der Verwaltung: insbesondere Bauamtsleiter Karsten Kutschera, Sachgebietsleiterin Hochbau Zahra Holderried sowie Volker Busch aus dem Sachgebiet Hochbau.“
Unter Leitung des Sachgebiets Hochbau und dem Architekturbüro MOHA+ ist ein modernes Feuerwehrhaus, das den heutigen Anforderungen an eine leistungsfähige Feuerwehr gerecht wird, entstanden. „Die Feuerwehr ist der Anker unserer Gesellschaft. Hier in diesem neuen Gebäude wird Gemeinschaft stattfinden, Ausbildung und Kameradschaft wird gepflegt“, sagt der Vorsitzende der Gemeindevertretung Rainer Steuernagel. Dafür bietet das Gebäude beste Voraussetzungen: Neben modernen Umkleiden mit Schwarz-Weiß-Trennung stehen ein großzügiger Schulungsraum für überörtliche Ausbildungen, ein Jugendraum sowie weitere Funktionsräume zur Verfügung. Dass davon die gesamte Feuerwehr Mühltal profitiert, betonte Gemeindebrandinspektor Holger Scharkopf: „Wenn es um Hilfe geht, kennen wir keine Ortsteilgrenzen.“ Ergänzt wird das Gebäude durch eine Photovoltaikanlage sowie Dach- und Fassadenbegrünung. Auch das neue Tennisheim der Tennisgemeinschaft Nieder-Beerbach und Lagerflächen der Gemeinde sind hier untergebracht.
Auch der Erste Kreisbeigeordnete Lutz Köhler würdigte die Investition in den Brand- und Katastrophenschutz: „Wir schaffen es in dieser Region, unsere Feuerwehrinfrastruktur weiterhin auf Vordermann zu bringen.“ In allen Städten und Gemeinden des Landkreises werde engagiert in neue Feuerwehrgerätehäuser und Ausstattung investiert. „Das zeigt: Kommunalpolitik und dieser Region ist ihre Feuerwehr wichtig. Damit schätzen wir das Ehrenamt und wir schaffen Sicherheit.“
Zum Abschluss galt der Dank aller Redner den Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden, die sich tagtäglich ehrenamtlich für die Sicherheit der Menschen einsetzen. Lutz Köhler brachte es auf den Punkt: „Das hier ist nur ein Gebäude, auch wenn es unheimlich attraktiv hier in der Landschaft steht. Die, die das Leben hier in dieses Gebäude bringen, das sind Sie, liebe Kameradinnen und Kameraden. An diesem Tag sollen Sie nochmal besonders im Mittelpunkt stehen und wir als Gesellschaft wollen auch nochmal Danke sagen für Ihren Einsatz. Und kommen Sie immer wohlbehalten zurück in dieses Haus.“
