Vom politischen Kraftakt zur modernen Sportstätte:  | Gemeinde Mühltal

Vom politischen Kraftakt zur modernen Sportstätte: 


Die Umsetzung gelang im Sprint, doch ihr vorausgegangen war ein Marathon: Nach jahrelangen Planungen, Diskussionen und politischen Entscheidungen ist die umfassende Sanierung des Sportplatzes Traisa abgeschlossen. Nur sieben Monate nach dem Spatenstich und damit sogar einen Monat früher als geplant konnte die rund 2,2 Millionen Euro umfassende Baumaßnahme im September abgenommen werden. Ende September feierte die Gemeinde gemeinsam mit beiden Vereinen, Gästen aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft die offizielle Einweihung der neuen Sportstätte.

Herzstück der Sanierung ist die neue wettkampfgerechte 400-Meter-Kunststofflaufbahn mit vier Bahnen und integrierter Kurzstrecke. Darüber hinaus wurden die Anlagen für Hochsprung, Weitsprung, Speer- und Diskuswurf sowie Kugelstoßen und Beachvolleyball erneuert. Auch die Entwässerung wurde grundlegend überarbeitet. Hinzu kommen eine neue Flutlicht- und Beregnungsanlage sowie ein umlaufender Pflasterweg. Die neuen Wurfanlagen sind zudem rollstuhlgeeignet und schaffen damit bessere Voraussetzungen für inklusiven Sport.

Rainer Steuernagel blickte in seiner Rede auf einen langen Weg zurück: „Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Umso schöner ist es, dass wir heute gemeinsam am Ziel stehen und unseren Vereinen und vor allem den vielen Kindern und Jugendlichen eine moderne Sportstätte übergeben können.“ Auch Bürgermeister Niels Starke freute sich bei der Einweihung über den gelungenen Abschluss und ist sich sicher: „Diese Anlage hat Strahlkraft über Mühltals Grenzen hinaus und ist eine der modernsten in der Region. Die Sanierung ist eine Investition in Bewegung, Gemeinschaft und vor allem in die Jugend. Angesichts der angespannten Haushaltslage war dies möglicherweise auf absehbare Zeit die letzte Gelegenheit, ein solches Projekt umzusetzen. Damit haben wir wieder einen Teil unserer maroden Infrastruktur fit für die Zukunft gemacht.“

Die Maßnahme wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK) mit 528.750 Euro gefördert. Das Programm unterstützt Städte und Gemeinden bei der Sanierung und Modernisierung ihrer sozialen Infrastruktur und legt dabei einen besonderen Fokus auf das soziale Miteinander und den Klimaschutz. Mit Gesamtkosten von voraussichtlich rund 2,2 Millionen Euro kann der ursprünglich veranschlagte Kostenrahmen sogar unterschritten werden.

Von den neuen Möglichkeiten profitieren insbesondere die beiden dort beheimateten Vereine, die TG Traisa und der SV Traisa, ebenso wie der Schulsport. Die neue Anlage bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen moderne Bedingungen für Training und Wettkampf und schafft die Voraussetzungen für die Ausrichtung von Kreis- und Regionalmeisterschaften. Nach einem langen Marathon ist Traisa damit nicht nur am Ziel angekommen, sondern zugleich bereit für viele neue Starts.