Hightech aus Mühltal für besondere Einsatzorte:
Wo Menschen in Justizvollzugsanstalten untergebracht sind, gelten höchste Sicherheitsanforderungen. Das gilt auch für die Kommunikation: Die Technik, die dafür sorgt, dass Rufe aus Hafträumen an der richtigen Stelle ankommen und wichtige Informationen zuverlässig übertragen werden, entsteht unter anderem mitten in Mühltal. Davon konnten sich Bürgermeister Niels Starke und Wirtschaftsförderin Ines Schöcker bei einem Besuch ein Bild machen. Im Gespräch mit der Geschäftsführung und bei einem anschließenden Rundgang erhielten sie Einblicke in die Arbeit des familiengeführten Unternehmens mit mehr als 60 Beschäftigten.
EFE wurde 1972 als Spin-off der TU Darmstadt gegründet und ist seit Jahrzehnten in Nieder-Ramstadt verwurzelt. Heute entwickelt das Unternehmen Kommunikations- und Sicherheitstechnik unter anderem für Justizvollzugsanstalten, Polizei und Forensik sowie für Einrichtungen des Gesundheitswesens. Nach eigenen Angaben ist EFE deutschlandweit führend im Bereich Haftraumkommunikation und Mobilfunkdetektion. Zu den Großprojekten zählt beispielsweise das Polizei- und Justizzentrum Zürich, das verschiedene Bereiche von Polizei und Justiz an einem Standort vereint.
Die Technik des Unternehmens kommt damit weit über Deutschlands Grenzen hinaus zum Einsatz. Seinem Standort ist EFE dennoch seit Jahrzehnten treu geblieben. „Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus der Region. Gleichzeitig profitieren wir von der Nähe zu Darmstadt und der guten Erreichbarkeit. Mühltal ist für uns seit Jahrzehnten Heimat und Unternehmensstandort zugleich“, erklärte Geschäftsführer Dr.-Ing. Matthias Rychetsky, Sohn des Gründers Dr.-Ing. Willy Rychetsky.
Gerade die Arbeit im Justizbereich bringt besondere Herausforderungen mit sich. Der laufende Betrieb hat stets Vorrang, Arbeiten vor Ort erfolgen unter Begleitung und erfordern mitunter viel Geduld. „Technisch anspruchsvolle und sehr unterschiedliche Aufgaben gehören bei uns zum Alltag. Kurze Entscheidungswege und unsere familiäre Atmosphäre helfen uns dabei, flexibel zu reagieren und unsere Systeme kontinuierlich weiterzuentwickeln“, so Rychetsky.
„Es war ein hochinteressanter Besuch“, resümiert Bürgermeister Niels Starke. „Bei der EFE GmbH wird enorm viel technisches Know-how gebündelt und es ist beeindruckend zu sehen, welche spezialisierten Lösungen mitten in Mühltal entstehen.“ Dabei geht es trotz aller technischen Komplexität letztlich um ganz konkrete Situationen. Denn egal, ob in Justizvollzugsanstalten, Kliniken oder Pflegeeinrichtungen: Wenn im entscheidenden Moment ein Ruf ankommt und schnelle Hilfe möglich wird, kann zuverlässige Kommunikation Menschen schützen und im Ernstfall sogar Leben retten.
Bildunterschrift: V. l. n. r.: Bürgermeister Niels Starke, Geschäftsführer Dr.-Ing. Matthias Rychetsky und Wirtschaftsförderin Ines Schöcker
